Schon fast in Vergessenheit geraten, findet z. Z. ein Mammut-Prozess vor dem Stuttgarter OLG statt. Es geht dabei um den Polizisten-Mord auf dem Mannheimer Marktplatz, bei einer Veranstaltung der Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) am 31.05.2024
Ganz in den Hintergrund gerät dabei oft, dass es sich bei dieser Tat um einen islamistischen Angriff auf den Islamkritiker und -aufklärer Michael Stürzenberger (ST) handelte, um diesen zu töten.
Am 1. April 2025 fand nun der 8. Verhandlungstag, von bisher 50 angesetzten Prozesstagen statt, den ich besuchte. Herr Stürzenberger wurde als Zeuge zum Tatverlauf aus seiner Sicht befragt.
Der Prozess fand wie immer unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Wie auf dem Flughafen, wurden die Taschen geröntgt und jede Person einzeln durchsucht. Außer von der Presse, durften keine Schreibmaterialen mitgenommen werden, so dass als Privatperson Notizen nicht möglich waren.
Sogar den Hosengürtel mußte man abgeben, - ein Schauspiel der rutschenden Hosen.
Zunächst gab Herr ST. auf Wunsch des Richters einen Überblick über seinen bisherigen Lebenslauf
Er studierte Politologie und Geschichte, war anschließend als Journalist tätig, u. a. als Sportreporter beim Bayern Journal der Sender RTL und Sat1. 2003 bis 2004 war ST zudem Pressesprecher der Münchner CSU unter Monika Hohlmeier. (Lt. Wikipedia, was aber mit dem Gehörten übereinstimmte)
Später war er dann Landes- und Bundesvorsitzender der Partei "Die Freiheit".
Seine kritische Einstellung zum Islam entstand durch den Anschlag am 11. September 2001 (World Trade Center), der ihn tief erschüttert und ihn erstmals dazu gebracht habe, sich mit Koranversen zu beschäftigen, um der Frage nachzuspüren: Warum machen Menschen so etwas? Ein weiteres prägendes Ereignis war der Tod eines Parteifreunds Ralph Burkei, bei den islamistischen Terroranschlägen von Mumbai 2008.
Im weiteren Verlauf der Verhandlung wurde dann die Tat minutiös anhand von Standbildern der Videoaufzeichnung besprochen, welche den Anwesenden gezeigt wurden. Hr. ST war völlig überrascht worden, er hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Seine Verletzungen durch die Stiche, bemerke er zunächst nicht. Der Täter verletzte ihn mit 6 Stichen, drei in den Oberschenkel und Knie, zwei ins Gesicht, wobei die Oberlippe durchtrennt wurde (die Chirurgie, hat das wieder toll operiert) und einen in die Brust, der beinahe tödlich war, da fast die Lunge verletzt wurde, wie ihm sein Arzt erklärte.
Trotzdem wurde er schon nach 3 Tagen aus der Unfallklinik in LU entlassen.
Aufgrund der Nachbehandlungen seiner Verletzungen hat sich Herr ST, bisher völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Außerdem wurden ihm Erkenntnisse der Polizei mitgeteilt, dass das Werk noch nicht vollendet sei, wie aus islamistischen Kreisen bekannt wurde. Man sieht, die angebliche "Religion des Friedens" wirkt weiter.
Bei der Verhandlung hatten einige der Zuhörer, fast den Eindruck einer " Täter-Opfer-Umkehr", da Herr ST als islamfeindlich und vom Verfassungsschutz beobachtet dargestellt wurde und sich für seine aufklärerische Arbeit verteidigen mußte. Z.Bsp. wurde er gefragt, ob sein Handeln nicht absichtlich provokativ wäre, worauf er auf seine aufklärerische Arbeit hinwies, die den Menschen, den Islam erklären sollte
Für mich war die Verhandlung sehr interessant und aufschlussreich.
Als beinahe Betroffener, ich wollte seine Ansprache im letzten Jahr hören, kam aber wegen eines Verkehrsstaus etwas später, so dass ich nur noch den Abtransport des letzten der sechs verletzten Opfer sah.
Glück gehabt – mein Schutzengel hat aufgepasst! ?